Obenrum wurde doch was gemacht!

All Along the Watchtower

Nicht nur ein sehr geniales Lied (besonders in der Interpretation von Bear McCreary für die Serie „Battlestar Galactica“), umschreibt es die Funktion des Turm doch sehr gut: Auch hier sitzt jemand, der aufmerksam nach allen Seiten Ausschau hält, ob sich von irgendwo ein böser Feind nähert. Im „Gepard“-Modell trägt der Turm eine Schlüsselrolle und wurde entsprechend umfangreich umgebaut.  Genaugenommen waren diese Arbeiten sogar die mit Abstand am umfangreichsten, da ein Großteil der Funktionalität des Modells hierdrin steckt.

Zunächst wurde das Innere komplett entkernt, und das Unterteil bearbeitet. Hier kamen drei Aufnahmen hinzu, da der ganze Turm später nur aufgesetzt wird. Das klappt auch sehr gut.

Das Zielfolgeradar bekam eine Mechanik zum herausdrehen spendiert. Im Radar selbst ist noch ein kleiner Servo für die Hebe-/Senk-Funktionalität verbaut.

Das gleiche Spiel gab es auch für das Überwachungsradar im Heck. Ein kleiner Servo ist seitlich am Gehäuse angebracht und sorgt für das schwenken des Radars, eine Verzögerungsplatine (auf dem Klettband) bremst die Bewegung auf vorbildgetreue 2s ab. Unter der eigentlichen Radarschüssel sitzt (hier leider nicht zu sehen) der eigentlich Drehantrieb, der zus. mit einem Magneten versehen ist. Dieser fährt bei jeder Umdrehung an einem Reed-Kontakt vorbei und schließt ihn dabei. Dieser Kontakt ist für die Steuerung extrem wichtig: Nur so weiß die Elektronik genau, wo sich das Radar aktuell befindet und kann den Strom für den Drehmotor vor dem einklappen entsprechend abstellen .

 

Neu! Jetzt mit ohne Schnur!

Da der Turm endlos frei drehen kann, wäre eine Kabelverbindung extrem hinderlich. Zu diesem Zweck bekam der Turm eine eigene Stromversorgung und einen eigenen Empfänger. Der Akkupack sitzt schräg im Turm, direkt darüber befindet sich der Ladeanschluß, eine Betriebs-LED sowie der Ein-/Aus-Schalter.

 

Und hier das Herzstück: Die Steuerelektronik für den „Gepard“-Turm. Dieser kleine Baustein übernimmt folgende Funktionen:

  • Heben/senken/drehen Zielfolgeradar
  • Heben/senken Luftraumüberwachunsgradar
  • An-/abschalten des Drehmotors für das Luftraumüberwachungsradar
  • Synchronisieren der Hebebewgung des Zielfolgeradars mit den Waffengondeln

Untergebracht ist das kleine Kerlchen direkt unter dem Akkupack.

 

Hallo? Zentrale? Können sie mich hören?

Die Kommunikation zwischen Turm und Wanne war ein Dauerthema, das mich lange beschäftigt hat und viele Stadien durchlief. Am Anfang stand eine IR-Verbindung, mit der bestimmte Steuersignale in den Turm gefunkt wurden. Dies betraf hauptsächlich Sonderfunktionen, die über eine eigene Platine geschaltet wurden.

Die große Platine an der Seite ist die angesprochene sog. Multiswitch-Platine. Neben dem Akkupack sind zwei IR-Empfänger angeklebt, die parallel arbeiten und so redundant wirken. Direkt darunter kann man auf der „Schulter“ noch eine andere kleine Platine sehen, die für das flackern der Geschütze beim schießen zuständig war.

Leider erwies sich diese Lösung auf Dauer als nicht 100% sicher, da es durch den Turmantrieb während des drehens immer wieder zu Abschattungen der IR-Sendedioden kam, was sich in kleinen Aussetzern und Störungen äußerte. Daher entfiel die IR-Lösung irgendwann und wurde gegen einen zweiten Empfänger ersetzt. Wirkt doch gleich etwas aufgeräumter. Auf dem Empfänger habe ich bei der Gelegenheit gleich die Steuerung für das Rundumkennlicht auf dem Turmdach untergebracht. Dieses Licht besteht aus mehreren ringförmig angebrachten Lampen, die nacheinander geschaltet werden. Dadurch entsteht ein Dreheffekt, der sich auch geschwindigkeitstechnisch noch steuern lässt.

 

Und so sah der Turm dann am Ende komplett aus. Ich schreibe absichtlich „sah“, da er im späteren Verlauf erneut weiter umgebaut wurde. Dazu in einem späteren Beitrag noch mehr.

Gut zu sehen, sind hier die Klebemuttern. Dies sind kleine Plastikteile, in die Sechsecktaschen für M3-Muttern gefräst sind. Diese werden einfach angeklebt; anschließend lassen sich dort super Teile anschrauben. Manchmal sind es die einfachen Teile, die einfach genial sind!

Veröffentlicht in RC

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